Mitternachtsshow bei Kinsteerer Kerb sorgt für viele Lacher

KerbGag

Kerwegag der Kinsteerer Kerweborsch / Foto: Frank Möllenberg/Vollformat

RÜSSELSHEIM - Von Kerwe-Müdigkeit keine Spur! Traditionell ist die „Kinsteerer Kerb“ die letzte der insgesamt vier Kerben in Rüsselsheim und auch wenn an den vergangenen Wochenenden in und um Rüsselsheim die Traditionsfeste auf verschiedene Art und Weise gefeiert wurden, so war die Kerb im Rüsselsheimer Stadtteil wie üblich mehr als gut besucht.Bereits am Mittwoch zogen die Kerweborsch durch Königstädtens Straßen und Gassen, um Kerwebäumchen und rot-weißen Schmuck zu verteilen und zeigten sich dabei hoch motiviert. Wobei natürlich auch Königstädtens Einwohner, die es sich nicht nehmen ließen ihre „Borsch“ auf verschiedene Art und Weise zu unterstützen, zur guten Stimmung beitrugen. Mit dem Fassbieranstich, damit verbunden dem „Saufmaschinen-Wettbewerb“ und der Musik von „DJ Mario“, startete am Freitag der „höchste Königstädter Feiertag“, wie er oft genannt wird, in seine 2017er Runde. „Die Stimmung war super und wirklich total friedlich“, erklärte „Krone“- und „Kaisersaal“-Wirt Mitko Nurkovic zufrieden. Bereits am Freitagabend seien die ersten acht Fässer Gerstensaft geleert worden, so der Wirt, der die letzten Gäste gegen vier Uhr in der Früh in den Morgen entließ.Tanz als Höhepunkt des TagesUm 13 Uhr am Samstag stellten die Borsch mit Unterstützung der Feuerwehr und unter den Augen vieler Königstädter den rot-weiß geschmückten Kerwebaum. Mehr als 20 Meter hoch war der Baum, der zuvor mit Revierförster Manfred Wech ausgesucht und aus dem Wald in der Nähe des Flughafens geholt worden war. Mehr als eineinhalb Stunden brauchte es, den Baum zu stellen, wobei zum Schluss den Kerweborsch die Anerkennung der Kerwebesucher sicher war.

Am Nachmittag zeigte sich der Kerweplatz rund um die Bismarckeiche rappelvoll. Kein Wunder angesichts der vielen Angebote, die nicht nur Kinderherzen höherschlagen ließen. Denn dank der zahlreichen kulinarischen Angebote waren auch die Erwachsenen gut versorgt, konnten ihre Küchen kalt lassen und sich gebührend auf den Höhepunkt des Tages vorbereiten. Denn schon immer galt der Kerwetanz im Kaisersaal als absolutes „Muss“, wobei die „Stagies Partyband“ für eine gut gefüllte Tanzfläche sorgte.Unbestrittener Höhepunkt des Abends war jedoch die „Mitternachtsshow“ der Kerweborsch, die in diesem Jahr unter dem Motto „Kerwetube 17“ stand. Bereits das gut durchdachte und überaus ansprechende Bühnenbild, das von Peter und Natalia Schmidt gestaltet worden war, ließ auf Großes hoffen und in der Tat wurden die Kerwetanz-Besucher nicht enttäuscht.

Genau wie beim Videoportal „YouTube“, wurden im Verlauf der Mitternachtsshow diverse Videos aufgerufen, wobei auch Werbevideos zu sehen waren. So überzeugten nicht nur die „Bottle Boys“, oder besondere Ausgaben von „check24“ oder „Eis.de“, bei dem die Kerweborsch Eis an die Besucher verteilten, sondern auch die Tanzeinlagen der Meerjungfrau „Arielle“, die den Zuschauern die Lachtränen in die Augen trieb. Für Begeisterung sollte auch der Beitrag sorgen, bei denen die Kerweborsch in Morphsuits als Strichmännchen zu sehen waren und lautes Kreischen erhielt das menschliche Pendel Marius Krey, der die Stimmung im Saal zum Kochen brachte. Trainerin Jessica von der Au konnte stolz sein auf die geleisteten Tanzeinlagen, wobei nicht nur die Kerweborsch nach Showende ihren Durst löschen mussten, sondern auch das Publikum, dem fast keine Zeit zum Verschnaufen blieb angesichts der Darbietungen, die den „Kaisersaal“ in einen wahren Hexenkessel verwandelten.