Bis zum Wochenende auf Eis gelegt

KerbUmzug

Kinsteerer Kerweborsch beim Kerweumzug

RÜSSELSHEIM - Auch am Montag ging das Kerwetreiben in Königstädten weiter, als die Kerweborsch zum Frühschoppen in den Kaisersaal luden. „Ausgelassen, fröhlich, heiter“, mit diesen Attributen konnte die Stimmung im und um den Kaisersaal beschrieben werden, wo Jung und Alt gemeinsam feierten, um die Kerb dann bis zum Wochenende „auf Eis“ zu legen. Bei Haxen, Rippchen, Sauerkraut und Kartoffelstampf sowie einem frisch Gezapften ließen es sich die Königstädter und ihre Gäste gut gehen und beweisen einmal mehr, dass der Frühschoppen fester Bestandteil der Kerb ist. „Über den Tisch hängen, babbeln und dabei noch genießen. So muss ein Frühschoppen sein“, befand Thorsten Hummel, der es sich mit seiner Clique im Kaisersaal gemütlich gemacht hatte und sich für diesen besonderen Tag extra Urlaub eingetragen hatte. Wie viele andere übrigens auch, „denn“, so ein Besucher, „die Kerb in Kinsteere ist nur einmal im Jahr, so dass keine Mühen gescheut werden“. Auch die „Raucherlounge“ im Innenhof der „Krone“ war gut gefüllt und während im Kaisersaal die „Original Nauheimer Dorfmusikanten“ mit „Guter-Laune-Musik“ für wippende Köpfe und wackelnde Hüften sorgten, hoben auch im Innenhof die Partyhits die Stimmung. Stets und logischerweise mit von der Partie natürlich die Kerweborsch, die nicht nur im Kaisersaal ihren Kerwemarsch zum Besten gaben, sondern auch weiter zogen durch Königstädtens Straßen, um traditionsgemäß auch der „Alemannia“ einen Besuch abzustatten. Reges Treiben herrschte auch auf dem Kerweplatz, wo sich zahlreiche Besucher einfanden, um sich mit Gegrilltem oder Süßigkeiten einzudecken, wobei auch die Kleinsten – dank Karussell und Schiffschaukel – auf ihre Kosten kamen. Im „Frühschoppen-Gewühl“ war am Montag auch Margot Hummel, für die die Kerb fast schon ein „Familienbetrieb“ ist. Auch ihr Sohn und die Enkel seien Kerweborsch gewesen, berichte die Königstädterin, die hervorhob, dass ihr besonders das gemeinsame Feiern von Jung und Alt gefalle. Auch Pfarrer Thomas Siegenthaler zeigte sich erfreut über die Traditionsveranstaltung und würdigte das Engagement der Kerweborsch, die er als „Diener der Kerb“ und somit der Gemeinschaft bezeichnete.